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Antworten auf einige besonders häufig gestellte Fragen finden Sie auch hier: https://logistikzentrum-konrad.de/faq.

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Ist Logistikzentrum nicht der falsche Name für eine Fabrik, die Atommüll neu verpackt? Wieso sollte die Stadt Beverungen Ihnen eine Genehmigung für eine Fabrik geben, in der in unmittelbarer Wohnlage gefährliche Stoffe umgepackt werden sollen?
09.07.2020 - 16:25 // von Heide W.                

[Anm. der Redaktion: Diese Rückmeldung erreichte uns auf postalischem Weg.]

Sehr geehrte Frau W.,

sämtliche Abfälle, die ins Logistikzentrum transportiert werden, sind bereits in endlagerfähigen Behältern verpackt und sie bleiben es auch. Eine „Umverpackung“ von Abfällen oder dergleichen wird es im LoK nicht geben.

Der Begriff Logistikzentrum beschreibt daher sehr treffend, was in Würgassen passieren soll. Vergleichen kann man die Funktion des LoK mit einem zentralen Warenlogistikzentrum zum Beispiel eines Online-Händlers: Waren von mehreren dezentralen Händlern werden in einem zentralen Logistikzentrum gesammelt, sortiert und dann bedarfsgerecht an die Filialen versandt. Wenn Sie so wollen, ist das Logistikzentrum eine Durchlaufstation für endlagerfähige Behälter, ganz sicher aber keine „Fabrik.“

Im Rahmen der jeweils erforderlichen Genehmigungsverfahren werden wir die Eignung des Standorts für das Logistikzentrum Konrad nachweisen. Dazu gehört auch, dass wir hinsichtlich des Strahlenschutzes eine Gefährdung für die Anwohner*innen ausschließen. So werden wir sicherstellen und nachweisen, dass bereits an unserem Geländezaun die ionisierende Strahlung im Schwankungsbereich der natürlichen Hintergrundstrahlung liegen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BGZ-Team

 

Da der Rückbau eines AKWs mehrere Jahrzehnte dauert, könnten die anfallenden Abfälle auch jeweils vor Ort gesammelt und sortiert werden, um anschließend zum Endlager zu gelangen. Warum risikobehaftetes durch Deutschland transportieren?
29.06.2020 - 11:35 // von Simone B.                

[Anm. der Redaktion: Diese Rückmeldung erreichte uns auf postalischem Weg.]

Sehr geehrte Frau B.,

anfallende radioaktive Abfälle sind gemäß Entsorgungsübergangsgesetz stets zunächst an ihrem Entstehungsort dezentral zwischenzulagern. Für die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle gibt es mit Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter bereits ein genehmigtes Endlager, das 2027 fertigstellt sein soll. Das heißt, die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle der Energieversorgungsunternehmen müssen für ihre Endlagerung aus dem jeweiligen BGZ-Zwischenlager zum Endlager Konrad transportiert werden.

Hier kommt nun das Logistikzentrum Konrad (LoK) in Würgassen ins Spiel: Das Logistikzentrum ist dem Endlager Konrad „vorgeschaltet“. Sinn und Zweck des LoK wird die Sicherstellung der kontinuierlichen Einlagerung des Atommülls im Endlager Konrad sein. Hintergrund ist, dass die Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in den dezentralen Zwischenlagern aufgrund Platzmangels nicht so sortiert werden können, wie sie im Endlager Konrad benötigt werden. In der Folge käme es ohne ein Logistikzentrum zu Unterbrechungen des Einlagerungsbetriebs im Endlager. Das LoK beseitigt dieses logistische Problem: In der Anlage können die Abfallbehälter in passgenauen Chargen ganz nach den Bedürfnissen des Endlagers zusammengestellt und „just-in-time“ angeliefert werden. Das Logistikzentrum optimiert somit den Einlagerungsbetrieb im Endlager Konrad und verkürzt ihn insgesamt. Die radioaktiven Abfälle können also schneller eingelagert werden, was einen Sicherheitsgewinn für alle bedeutet.

Die Anzahl der Transporte wird sich darüber hinaus durch das zwischengeschaltete Logistikzentrum nicht erhöhen. Mithilfe des Logistikzentrums können für den An- und Abtransport zum Endlager Konrad längere Züge eingesetzt werden. Bei einem direkten Transport von dezentralen Zwischenlagern mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, sind solche Bündelungen in der Regel nicht möglich. Aus den jeweiligen Zwischenlagern würden meist Einzeltransporte mit deutlich kürzeren Zuglängen von ein bis drei Waggons erfolgen (siehe auch Transportstudie Konrad aus dem Jahr 2009).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BGZ-Team

Für die Region wichtig: Wie viele neue Arbeitsplätze würde das Logistikzentrum für die „Dreiländerregion“ ungefähr bringen?
26.06.2020 - 13:47 // von Klaus G.                

[Anm. der Redaktion: Diese Rückmeldung erreichte uns auf postalischem Weg.]

Sehr geehrter Herr G.,

vielen Dank für Ihre Postkarte. Gerne beantworten wir Ihre Frage zum geplanten Logistikzentrum für das Endlager Konrad.

Die BGZ rechnet mit der Schaffung von bis zu 100 Arbeitsplätzen in der Region.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BGZ-Team

 

 

Ich empfinde es als sehr sinnvoll, die in Würgassen vorhandenen Einrichtungen für die von Ihnen geplante Endlagerung zu nutzen, denn jeder andere Ort würde die Kosten deutlich erhöhen.
Und: Die Kritik des betroffenen Umfeldes wäre m.E. auch dort vorhanden, frei nach dem Motto: "Ja, aber nicht in meinem Garten!"
24.06.2020 - 09:41 // von Frenzel                

Sehr geehrte*r Frau/Herr Frenzel,

wir sind auch davon überzeugt, dass es keine Kommune in Deutschland gibt, die sich über die Errichtung des LoK auf ihrem Gebiet freuen würde. Und wir können das auch nachvollziehen. Würgassen ist nach gründlicher Abwägung objektiver Kriterien der aus unserer Sicht am besten geeignete Standort für das Vorhaben.

Ein Hinweis: Die „Endlagerung“ selbst wird in Würgassen nicht stattfinden, sondern am Endlager Konrad in Salzgitter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BGZ-Team

Warum ist dann ist die Länge der Strassenstrecke nach Konrad ein Entscheidungskriterium? Und nicht die der Schienenstrecke?
18.06.2020 - 16:18 // von Sascha                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Wir können gut nachvollziehen, dass dies auf den ersten Blick nicht schlüssig erscheint, es gibt allerdings eine gute Begründung dafür: Grundsätzlich soll der Transport der Abfälle vom LoK nach Konrad vollständig über die Schiene abgewickelt werden. Dennoch kann es nötig sein – sollte es zu Störungen des Schienenweges kommen – den Weg über die Straße wenigstens zeitweise zu wählen. Und dann ist diese gegenüber der Schiene der deutlich sensiblere Transportweg, da er einer größeren Anzahl möglicher logistischer Beeinträchtigungen ausgesetzt ist (insb. Verkehrseinschränkungen). Für den Schienenweg sind aus transportlogistischen Gründen alle Entfernungen im Radius von 200km um das Endlager Konrad ausreichend, um eine kontinuierliche Anlieferung an das Endlager sicherzustellen. Deshalb spielt die Straßenkilometer-Entfernung hier eine gewichtigere Rolle als der Schienenweg und musste entsprechend bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

Welche Gefahren birgt ein Breitstellungslager?
16.06.2020 - 13:38 // von Juliane Abraham                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Alle Abfälle, die im Logistikzentrum umgeschlagen werden, befinden sich sicher verpackt in endlagerfähigen Spezialbehältern. Daher besteht auch keine Gefahr einer Kontamination mit radioaktiven Partikeln, denn die Abfälle sind hermetisch in den Behältern verschlossen. Durch bauliche und technische Maßnahmen stellen wir zudem sicher, dass bereits am Zaun unserer Anlage die radioaktive Strahlung nur noch im Bereich der Schwankungsbreite der natürlichen Hintergrundstrahlung liegt. Bei der BGZ arbeiten Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten Erfahrung im Umgang mit radioaktiven Abfällen und dem sicheren Betrieb von Zwischenlagern haben.

Wäre ein LoK nicht viel zu teuer ?
450 Mio für nur 60.000 m3 = 7.500 EUR / m2 - Viel zu teuer - die Hälfte ist Marktpreis
von Volker Goebel / Dipl.-Ing. // 09.06.2020 - 18:49
Also doch nur ein Bereitstellungs-Lager - das braucht es doch gar nicht !
16.06.2020 - 13:36 // von Volker Goebel / Dipl.-Ing.                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Verzeihung, aber das ist noch nicht einmal eine Milchmädchenrechnung. Abgesehen davon, dass wir nicht nur 60.000 sondern 303.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Abfälle im Logistikzentrum umschlagen werden, ist uns auch kein Marktpreis bekannt. Denn es gibt schlicht keinen Markt für diese Abfälle, weil Zwischenlagerung und Endlagerung in staatlicher Hand liegen.

der Grund für einen 450 Mio. Bau und 90 % aller LLW Abfälle rumfahren ist "möglicherweise eine Beschleunigung für Endlager Konrad" ???????????????? Die Konrad gängigen Behälter stehen doch auch jetzt schon in Lagern !
"möglicherweise eine Beschleunigung für Endlager Konrad" - ist doch keine Begründung !!!
16.06.2020 - 13:34 // von Volker Goebel / Dipl.-Ing.                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Das Logistikzentrum beseitigt die Nachteile und Risiken einer dezentralen Anlieferung an das Endlager Konrad. Es stellt eine Anlieferung passgenauer Chargen mit Abfallbehältern just in time und nach dem Bedarf des Endlagers sicher. Auf diese Weise ist im Endlager ein Zweischichtbetrieb möglich, der die Einlagerungszeit verkürzt. Der dadurch entstehende Gewinn an Sicherheit für uns alle ist für uns eine mehr als ausreichende Begründung.

Warum bleibt der Müll nicht da, wo er ist, bis Schacht Konrad in Betrieb genommen werden kann?
16.06.2020 - 13:32 // von Anwohnerin aus Lauenförde                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Grundsätzlich wäre das möglich. Allerdings ergeben sich dann erhebliche Nachteile und Risiken für einen kontinuierlichen Einlagerungsbetrieb im Endlager Konrad. Das Logistikzentrum beseitigt diese Nachteile und stellt eine Anlieferung passgenauer Chargen mit Abfallbehältern just in time und nach dem Bedarf des Endlagers sicher. Auf diese Weise ist im Endlager ein Zweischichtbetrieb möglich, der die Einlagerungszeit verkürzt. Dies ist ein Gewinn an Sicherheit für uns alle.

Meine Frage bezieht sich darauf, inwieweit Vorentscheidungen bereits getroffen sind. Ich gehe davon aus, dass das Grundstück im Besitz des Bundes (bzw. einer Bundesagentur) ist. Wurde das Grundstück mitsamt der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die nach dem Rückbau auf dem Gelände verblieben sind, übernommen?
16.06.2020 - 13:26 // von Christian Trappe                

[Anm. der Redaktion: Diese Frage wurde im Rahmen der Online-Informationsveranstaltung am 9. Juni 2020 gestellt. Da der zeitliche Rahmen der Veranstaltung begrenzt war, beantworten wir sie nachträglich an dieser Stelle.]

Die BGZ hat für das Grundstück eine Kaufoption mit dem Eigentümer, der PreussenElektra GmbH, abgeschlossen. Diese kommt zum Tragen, wenn sich das Gelände bei den derzeitigen Untersuchungen als geeignet für den Bau des Logistikzentrums erweist. Das Abfallzwischenlager Würgassen (früher Transportbereitstellungshalle) wurde von der BGZ gemäß Entsorgungsübergangsgesetz am 1. Januar 2020 übernommen. Das zweite Zwischenlager auf dem Gelände befindet sich weiterhin im Besitz der PreussenElektra.