Züge können problemlos fahren

04.03.2021

WÜRGASSEN – Der Personennahverkehr auf der Sollingbahn wird von den Transporten zum und vom geplanten Logistikzentrum nicht – wie vielfach befürchtet – negativ beeinflusst werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der DB Netze und der Daher Nuclear Technologies im Auftrag der BGZ.

Das Essener Unternehmen will einen Großteil der Transporte zum und nahezu alle Transporte vom Logistikzentrum ins Endlager Konrad über die Bahn abwickeln. Dazu sind inklusive der Leerfahrten maximal zehn Zugfahrten pro Werktag nötig. Die Prüfung der geplanten Transportstrecken und der Fahrpläne durch die DB Netze und den Transportdienstleister Daher hat ergeben, dass alle Transporte ohne Einschränkungen des bestehenden Personennahverkehrs realisierbar sind.

„Das Ergebnis der Untersuchung bestätigt, dass für die Güterzüge von und zum Logistikzentrum vier verschiedene Transportstrecken zur Verfügung stehen, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Somit stehen für unsere Transporte auch Ausweich- oder Umleitungsstrecken zur Verfügung“, sagte der Bereichsleiter für das Logistikzentrum, Dr. Heinz-Walter Drotleff. Gleichzeitig könne allen Fahrgästen die Sorge genommen werden, dass die Güterzüge Einfluss auf den bestehenden Fahrplan der Sollingbahn habe, so Drotleff weiter.

Die BGZ plant, den Gleisanschluss des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen an die Sollingbahn zu reaktivieren. Die dazu notwendige Weiche wird elektronisch an den Bahnhof Lauenförde-Beverungen angeschlossen und der Streckenabschnitt mit zusätzlichen Signalen gesichert.

Die Studie ist unter diesem Link abrufbar.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

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